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Nach unserem Website-Umzug kommt noch viel mehr Lesestoff. Zunächst dieses Protokoll unseres Aufenthalts in Pune vom 2001. M.

Protokolle und Eindrücke: Besuch am Ramamani Iyengar Memorial Yoga Institute in Pune, Indien - Februar, 2001

Teil II - Woche 2, 3 und 4

Die Aufzeichnungen entstanden aus unserer Bemühung, das Übungserlebnis in Pune für einen breiteren Kreis verständlich zu machen. Wir beziehen uns auf die Erläuterungen im Teil 1 (der später hier auf der Website erscheinen wird).
Ein Glossar der wichtigsten Haltungen werde ich auch demnächst hier einfügen, aber erstmal der Text ...

Michael

... Margarete sichert Ihr Überleben mit Cheesetoasts. Hab vergessen zu erwähnen, daß wir gestern abend (Dienstag) zum Schluß 5 Mal Janu Sirsasana lange gehalten geübt haben.

Mitwoch 14. Februar, 9:00 - Margarete

Bei der Gita um 9:00 haben wir 80 - 90% der Zeit mit Drehsitzen verbracht. Alle durch eigentlich, die ich kenne, mehrfach. Eins ist mir hängengeblieben: Marichyasana III zur Gebeugten-Bein-Seite drehen, beide Hände zum Boden bringen und in diese Richtung mit den Händen nach vorne krabbeln, so tief es geht, um den Dreh besser zu bekommen. Wir haben dazwischen immer Paschimottansana mit Kopf sofort unten geübt. (Constance möchte schon wieder eine Banane, ihre vierte [Kein Erschrecken! Es sind ganz kleine.]; kriegt sie keine mehr.) Dann irgendwann Kopfstand, auch gedreht. Danach wieder Drehsitze mit Vorwärtsbeugen integriert: Swastikasana nach vorne und zur Seite. Ein Supta Padangustasana haben wir dazwischen geübt, senkrecht und zur Seite. Setu Bandha über einem Klotz, schließlich Schulterstand, auch Virasana in Sarvangasana mit Drehung zur Seite, Halasana und Savasana.

Es gab auffallend viele Assistenten in der Stunde, 10 oder 12, und die haben mich ordentlich geplagt in den Drehsitzen. Immer wieder haben sie mich in den Rücken getreten und in die Schulterblätter gedrückt. Ich habe ziemlich regelmäßig mein linkes Kreuzgelenk und meinen schmerzenden Nacken gespürt, das war auch ein wenig lästig.

Michael

Bei meinem eigenen Üben am Dienstagvormiitag habe ich hauptsächlich Kopfstand- und Schulterstand-Variationen gemacht. Heute hauptsächlich Rückbeugen passiv: Stehhaltungen und immer wieder Setu Bandha auf einem oder zwei Klötzen. Dann über das Ende des Pferds und anschließend über die Rückbeuge-Bank. Kopfstand und Schulterstand. Das war es.

Donnerstag 15. Feb bei Prashant - Margarete

Drehsitze waren das Thema. Angefangen haben wir mit Adho Mukha Svanasana mehrmals mit Achtsamkeit auf die Atmung gerichtet. Auch auf die Verbindung aller Körperteile, des Kopfes und des Gehirns sollten wir im Hund achten. Bharadvajasana I haben wir unzählige Male geübt. Wieder die Atmung. Wir sollten in verschiedenen Regionen ausatmen, beginnend im Becken, dann in den Nieren, dann im Brustkorb. Als letzte Stufe durfte man im Kopf und auch aus dem Gehirn während des Drehens ausatmen. Einmal erklärte er, wie alle Körperteile eine Verbindung mit dem Brustbein haben. Wenn man z.B. die Nieren nach innen nimmt, bewegt sich das Brustbein, wenn man die Schulter nach hinten bringt, bewegt sich das Brustbein, wenn man das Becken aufrichtet, bewegt sich das Brustbein - also die Verbindung aller Körperteile mit dem Brustbein. Wir haben Bharadvajasana auch mit einem Gurt um Oberschenkel und Unterschenkel hoch in der Leiste ganz fest geschnürrt geübt, damit die Beckenseite, von der man sich wegdreht, sich nicht hebt. Dann haben wir Bharadvajasana auf dem Stuhl geübt, komplett ausatmen vorher, den Magen ganz einsaugen, den Bauch flach und dann drehen. Schließlich durften wir Marichyasana III üben, mit der hinteren Hand an der Wand, um das Drehen dadurch etwas intensiver zu gestalten. Wir haben Kopfstand mit Varianten (Drehungen) geübt. Dann Adho Mukha Svanasana, dann uns wieder gedreht. Zwischen den Drehsitzen hieß es immer wieder, an die Seile und 10 Mal hin- und herschwingen. Ziemlich bald haben wir Schulterstand mit Augenbinde über dem Stuhl gemacht. Zuletzt Setu Bandha über der Bank.

Michael

Jetzt ist es Donnerstagabend nach dem Abendessen im Rupali, ziemlich laut da und die Mafia am Tisch gegenüber. Wir haben Curry Reis und Veg Pulav und Reis Samba, was nicht taugte, dann ein Mysore Masala Dosa. Das hat gepaßt, dann sind wir ins Zimmer zurückgekommen. Vorher wurde Pranayama geübt. (Ich habe das Bedürfnis zu sagen, daß Margarete schön ist. Sie meinte daraufhin, daß ich öfters in Pranayama gehen solle, wenn das der Effekt sei.)

Es war ziemlich voll im Institut. Ich mußte abseits am Rande sitzen. Im Sitzen haben einige Teilnehmer zu schnell ihren Kopf nach vorne gebracht, was Gita erzürnte. Daraufhin redete sie wohl eine halbe Stunde lang darüber, was wir alles zu checken haben beim Sich-Aufrichten. Daß wir nicht einfach davon ausgehen können, daß das Aufrichten beim Sitzen von selbst geschieht. Wenn sie sagt "Trikonasana!", können wir nicht einfach Trikonasana üben, wir müssen uns da einarbeiten. Genauso ist es beim Sitzen: Wir müssen uns intensiv beobachten und die Impulse erleben. Endlich waren wir so weit, um die Hände zusammenzulegen und die Stunde zu beginnen. Da hieß es jedoch, nicht wie üblich laut singen, sondern still; also gar nicht nach außen chanten, nur innerlich. Das alles geschah nach 10 Minuten auf dem längsgelegten Kissen in Savasana. Nun sollten wir uns wieder hinlegen und nach und nach auf das langsame und tiefe Einatmen einstellen. Im Sitzen nachher ging es um Antara Kumbakha (eingeatmet den Atem anhalten). Übten wir 6 Mal. Der mittlere Rumpf war als erstes zu sensiblisieren und aktivieren. Wir sollten nicht aggressiv peng mit der Atmung vom Ego her da reinhauen, sonder einen "reinen Willen" entwickeln und diesen beim Ein- und Ausatmen anwenden. Wenn wir merken, daß ein bißchen Ego zum Willen dazukommt, dann müssen wir ihn reinigen ("sanctify" = "weihen").

Nach Wechseln der Beinhaltung ging es mit fingergesteuertem Atmen weiter: Einatmen durch beide Nasenlöchern, ausatmen abwechselnd. Die ersten Male haben wir normale Atemzüge dazwischengeschaltet, später atmeten wir kontinuierlich in diesem Modus: einatmen, rechts ausatmen; einatmen, links ausatmen u.s.w. Später wieder die Beine wechseln und weiter atmen. Die Augen hatten wir geschlossen zu halten. Gita hat die Augen mit Anus und Mund verglichen. Der Anus scheidet aus und der Mund erbricht. Genoauso erbrechen die Augen Energie. Wenn wir längere Zeit mit geschlossenen Augen gessesen sind, möchten die Augen sich unbedingt aufmachen. Wenn das geschieht, schlendern die Augen hin und her und die Energie flutscht hinaus. Wenn die Augen geschlossen bleiben, schaut man nach innen. Ganz zum Schluß haben wir einige Bastrikas geübt, um die Nase zu putzen. Dreimal im eigenen Rhythmus: einatmen, anhalten, kräftig ausatmen rechts; einatmen, anhalten, kräftig ausatmen links. Savasana.

Freitag, 16. Feb, abends - Margarete

Es unterrichtete der Assistent, Ali. Wir haben ein paar Mal Adho Mukha Svanasana geübt. Mehrmals Urdva Mukha Svanasana und Chaturanga Dandasana im Fluß, auf keinen Fall die Zehen umlegen, sondern auf den Zehenballen bleiben. Mit umgelegten Füßen ist Urdva Mukha Svanasana (wie auch Chataranga Dandasana) eine "Kraft-Haltung". Ali ging es heute darum, einfach den Rumpf möglichst lang, die Arme möglichst fest, die Brust möglichst weit und die Rückseite der Beine möglichst offen zu halten. Die Rückseite der Beine sollten in Urdva Mukha Svanasana so lang und offen sein wie in Adho Mukha Svanasana. Das war das Thema. Es war ziemlich anstrengend, weil er das wahnsinnig lang hat halten lassen, das Urdva Muhka und dann gleich zum Chataranga Dandasana und das auch ewig. Dann ging es weiter zum Handstand, mehrmals, wobei er vorgezeigt hat, was er halt sehr gut kann: diese Länge erst einmal herausarbeiten und dann im Handstand mit den Händen an die Wand laufen, mit den Fingerspitzen an die Wand, solche Scherze. In Pincha Maryurasana haben wir ebenfalls die Länge gesucht: "Get taller" u.s.w. Mit dem Stuhl haben wir diverse Viparita Dandasanas geübt. Zuerst klassisch, Matte längs und Arme innen durch den Stuhl. Neuerdings heißt das manchmal Purvottanasana. Hier handelte es sich um Kopfstand-Brücke. Die richtige Stelle auf dem Stuhl muß man mit dem Kreuzbein finden, es galt, nach hinten und nach vorne zu rutschen, ein bißchen herumzuprobieren. Im zweiten Durchgang haben wir eine gefaltete Decke genommen, das war interessant. Die Decke wie für Schulterstand zusammengelegt, dann der Länge nach gedrittelt, dann das Gedritttelte halbieren. Dies dann mit der geschlossenenen Seite Richtung Kopf unter dem Brustkorb legen, so läßt er sich mit der Decke zwischen den Schulterblättern besser öffnen. Dann die Matte auf dem Boden und Schritt für Schritt hinunter, zuerst die Schulterblätter am vorderen Rand des Stuhls, dann die Rippen, dann die fliegenden Rippen: in 10-zentimenter-Schritten nach unten bis der Kopf schließlich ganz unten war. Die Arme hat man dabei immer an den Stuhlbeinen gelassen, so daß die Brust weit bleibt. Mit dem Kopf am Boden mußte ich die Kniee beugen, sonst schwebten die Füße in der Luft. Anfangs die Hände wie in Urdva Danurasana gesetzt, dann die Elbogen unten und die Hände wie im Kofpstand geflochten, ziemlich lange gehalten. Dann der Stuhl weg, Kopfstand-Brücke frei am Boden. Aber er wollte, daß wir beim Hineinkommen nicht den Kopf einfach so hinlegen, sondern zuerst den Kopf näher zu den Füßen bringen, den Kopf so ablegen und dann über den Kopf und Stirm bis zu den Augenbrauen rollen und zurück. Das war für meinem Nacken die absolute Roßkur. Da muß der Nacken ganz eng werden, und so auf dem Kopf hin und her rollen war eigentlich eine ganz schöne Erfahrung. Dann mit den Händen auch näher zu den Füßen kommen und die Finger verflechten. Das ist mir ganz schwer gefallen, da mir die Arme immer wegrutschen wollten, zumal ich zugunsten meiner Haare eine Decke als Unterlage hatte. Sonst hätte ich mit dem vielen Rollen auf dem Oberkopf keine Haare mehr. Ein bißchen blöd. Anschließend aus dem Kopfstand zurück in die Brücke fallen, dabei explizit im Zurückgehen auf die Stirn rollen, daß der Brustkorb nach vorne geht und die Beine nach hinten. So kann man ganz sanft landen. Das haben wir oft geübt, 7-8 Mal. Dann Vorwärtsbeugen: Virasana nach vorne, Janu Sirsasana, Paschimottanasana, Marichyasana III auf einem Kissen, Bhardvajasana I, immer 2mal pro Seite. Ich habe mittlerweile gemeint, es wäre Zeit für nen Schulterstand aber NEIN - zuerst der Kopfstand mit Variantionen. Dabei war es schon 10 vor 8. Wir haben Kopfstand und Kopfstand und gedreht und gespreizt und hin und her und nochmal und wieder und wieder. Endlich zurück, wieder Virasana nach vorne. Dann zum Schulterstand, nichts Außergewöhnliches. Einmal mit Virasana-Beine, Knie zur Decke strecken. Einmal die Knie zur Stirn, Pindasana-artig. Halasana. Savasana, diesmal mit dem Brustkorb flach und dem Becken erhöht. Das war ganz schön.

Samstag, 17. Feb, 7:00 Uhr Prashant - Michael

Ich habe in einem freien Programm Freitagnachmittag geübt: Supta Virasana, Adho Mukha Svanasana 5 Minuten, Uttanasna 4 Minuten, Pincha Maryurasana, mehrere Schulter-Öffner, Sirsasana, über die Rückbeugebank, Padmasana 5mal mit Matsyasana und Viparita Kirani.

Nun erzhäle ich, was heute früh gelaufen ist. Ich bin aufgestanden und in die Dunkelheit hinausgegangen. Ich habe gleich ein Riksha gekriegt. Im Institut war ich der Vierte oder Fünfte. Es ist immer dunkel da, wenn man in der Früh hineinkommt. Ich habe mir eine Matte und zwei Decken geholt und bin eine Viertlstunde gesessen. Dann kam Prashant. "Sit all of you. Sit with musculo-skeletal awareness." Fünf Minuten lang erklärte er, was wir alles im Sitzen zu beachten haben. Dann hieß es, Ladies Adho Mukha Svanasana, Gents Handstand. Wechseln. Wechseln. Wechseln. Dann Herren in die Seile 12mal hin und her, Ladies Marichyasana III. Wechseln. Purvottanasna im Stehen mit den Seilen, 6 Atemzüge. Aber nicht 6 Wiederholungen, sondern jedes Mal in der Haltung neu explodieren. Kopfstand, geradeaus, etwa 8 Minuten. Da hat er sein Hauptplädoyer gehalten über die 5 Phasen des Übens. Dies hat er später in der Stunde häufig wiederholt und uns einmal auch getestet, ob wir es im Gedächtnis behalten haben. Orientation, Aktion, Koordination, Interaktion, Unifikation (Sich-Zurechtfinden, Impulse setzen, Zusammenhänge zwischen den einzelnen Impulsen herausarbeiten, Austausch der einzelnen Impulse untereinander, Vereinigung der Impulse zu einer Ganzheit). Und bei jeder Wiederholung einer Haltung, sollte man auf eine höhere Ebene dieses Schemas kommen. Nach kurzer Pause sind wir wieder in Sirsasana hochgekommen und haben Variationen geübt, lange gehalten: Eka Pada Sirsasana, Parsva Eka Pada Sirsasana, Parsva Sirsasana, (wie heißt es dann?) in der Grätsche und drehen (Parivrttaikapada Sirsasana). Lange gehalten. Das war sehr fordernd. Dann runter. ... Sehr fordernd heißt, daß das eine ausgesprochene Quälerei gewesen ist, so lange bleiben zu müssen. Viele Teilnehmer sind dieser Quälerei entschlüpft, indem sie sich für quasi "Kopfstand-unfähig" erklärten und sich in den Seilen im hängenden Kopfstand aufgehängt haben. Irgendwann zwischendurch hat sich Prashant zu ihnen geäußert, sie würden die Übungsstunde im Schlafwagen ("Sleeper coach") verbringen und die eigentliche Praxis verschlafen. Dann Adho Mukha Svanasana. Schulterstand 5 Minuten. Nach kurzer Pause wieder Schulterstand, diesmal mit Variationen, wieder ziemlich lange gehalten, vor allem in Setu Banhda und Eka Pada Setu Bandha Sarvangasana lange gehalten, das war für die Hände und Handgelenke und die Beine schwierig. Es folgt Prashants zweite theoretische Einheit: Volition, Action und Breath. (Wille, Handlung und Atmung): pschychische Ebene, physische Ebene und biologische Ebene. Nach dem Schulterstand haben wir Setu Bandha quer auf der Bank gemacht. Später nahmen wir einen Gurt und übten Eka Pada Setu Bandhasana dort. Lange gehalten. Scharf ausatmen und den Bauch einsaugen, beobachten, ob wir mit eingesaugtem Bauch weiter einatmen können, alles integrerien in die Haltung. Für die, die es konnten, von der Bank in Richtung Beine etwas rutschen, die Beine in Padmasana bringen und die Knie zum Boden bringen. (Uttana-Padma-Maryurasana). Nach Setu Bandha über der Bank räumten wir die Bänke weg und übten die gleiche Haltung und auch Eka Pada Setu Bandha nun wieder ohne Bank, mit Gurt um die Arme und l a n g e gehalten. Ewig lange. Man durfte nach Bedarf selbst Pausen setzen, aber ich habe 30 Atemzüge gezählt in der Zeit, die er uns hat halten lassen wollen. Danach, das erste Mal, seitdem ich in Pune bin, Savasana, Savasana in einer Asana-Stunde. Ganz ordentlich. 5 Minuten.

Samstag, 17. Feb., 9:00 Uhr Gita - Margarete

Ich mache gleich weiter. Es ist inzwischen 13 Uhr und so langsam erhole ich mich seelisch wieder von ihrer Stunde. Wir haben ganz normal angefangen in Adho Mukha Virasana, Uttanasana, Ahdo Mukha Svanasana, das auch ein- zweimal wiederholt. Auch Handstand. Adho Mukha Svanasana wie eine Rückbeuge, das kam auch immer wieder zwischen den Stehhaltungen dazu. Dann Trikonasana das erste Mal auch wie eine Rückbeuge. Steißbein rein! den Brustkorb öffnen! Schulterblätter rein! - was glaubt Ihr dann, überhaupt?! - Dann Parsvakonasana auch wie Rückbeuge. War alles schön. Lange gehalten, fordernd. Ein schönes Üben. Ardha Chandrasana wie Rückbeuge. Dazwischen immer wieder Adho Mukha Svanasana. Schließlich Upa Vista Konasana, auch wie Rückbeuge. Guruji hat in seiner eigenenr Praxis daneben zufällig Badha Konasana geübt und hat auch die Rückbeuge in Badha Konasana genauso gemacht, wie wir das machen mußten, mit den Sitzknochen nach hinten, Steißbein nach innen, Schulterblätter nach innen und Schultern nach hinten, das hat er alles auch gemacht. Dann Sirsasana, recht lange. Also gut, ich bin etwas mit meinem Nacken angeschlagen, es fing heute Nacht an, wieder etwas mehr weh zu tun, und da strengt mich Kopfstand mehr an und kommt mir länger vor. Ich denke, es waren 10 Minuten, wobei wir immer wieder die Füße hüftbreit, das Steißbein nach vorne, die Schulterblätter nach innen bringen sollten, also eigentlich immer wieder dasselbe: die Rückbeuge. Die Gesäßbacken nach innen. Ziemlich lange. Dann Parsva Sirsasana 2mal. Gita war insgesamt ziemlich schimpfisch drauf, hat die ganze Zeit ziemlich miesepetrig dreingeschaut, und gemeckert und geschimpft und natürlich viel mit den Assistenten geschimpft, daß sie alles falsch verstehen, nicht richtig machen und so, und dann wieder mit uns Übenden geschimpft ... na ja ... (Constance ist genauso drauf heute Morgen mit mir, sie schimpft mit mir und meckert. Habe auch einmal mit ihr geschimpft, weil sie mich beim Frühstuck und vorm Frühstuck und nach dem Frühstuck gepiesackt hat. Da habe ich auch geschimpt und habe zu ihr gesagt, daß auch ich schimpfen kann. Jetzt schmiert sie Banane herum ... ) na ja ... Nach dem Kopfstand Handstand. Dann im Stehen die Rückbeuge, Brustkorb heben, Schultern zurück und dann ging es ziemlich intensiv um die Leisten, daß die Leisten nach vorne müssen. Natürlich die Oberschenkel eingedreht, weil sonst die ganzen Organe nach unten sinken würden, für eine schwangere Frau würde das einer Abtreibung gleichkommen. Die Leisten nach vorne, offen, weit, breit - aber weich. Da hat sie mich ausgeschimpft, weil meine Leisten überhaupt nicht die Hose berühren, weil ich nicht mache, was sie sagt. ... Da hat sie irgendwie über die Schlanken und die Jugend und die Schönheit geschimpft und sich selbst als Beispiel genommen, daß sie selbst nicht so oberflächlich ist. Sie fand das ziemlich blöd, wie man so schlank sein kann und die Leisten so tief drin haben kann. ... Wir haben die Rückbeuge im Stehen ziemlich oft geübt, das hat meinen Nacken wieder gepiesackt. Wahrscheinlich ist es nicht richtig, daß ich das momentan so übe. Eigentlich ist das vom Gefühl her nicht so ideal. Dann Ustrasana, unzählige Male, auch mit den Schwerpunkten: Steißbein nach innen, Schulterblätter nach innen, Leisten offen und weit aber weich mit eingerollten Oberschenkeln, das T-Shirt nicht nur oben mit dem Brustkorb nach oben schieben, sondern auch seitlich. Den Kopf zurück (was mir nicht gut tat). Dann hat sie längere Zeit mit den Assistenten geschimpft, daß sie falsch verstehen, daß die Augen nicht nach oben zum Gehirn schauen dürfen. Die Augen sind offen, der Blick ist nicht zur Nase nach unten, sie sind offen, als ob die ganze Welt ein Kino wäre und wir schauen, aber bittschön, nicht nach oben. Das mußten wir alle versuchen, zum Gehirn zu schauen, wie das das Gehirn schwer macht und wie gräßlich das sich anfühlt. Sie hat längere Zeit über die Depressiven geredet, wie sie das mit ihren Augen nicht richtig machen. Da kam das Bild vom Kino wieder, daß wenn solche ins Kino gehen, machen sie die Augen richtig auf, aber wenn sie an sich selber arbeiten, machen sie die Augen nicht weit auf. Und dann starteten wir noch einen Versuch, das Institut mit offenen Augen anzuschauen, als ob man es wirklich sehen möchte, aber nicht zum Gehirn schauen. - Schließlich Urdva Danurasana, wohl 10mal, auch mit Hereinlaufen zu den Händen. Ich bin fast gestorben aber ich habs überlebt. Meine Handgelenke haben mir irgendwann ziemlich wehgetan und mein unterer Rücken auch aber, - ja mei - man ist steif. STEIF bin ich. Und dann haben wir aus Urdva Danurasana langsam mit offenen Achselhöhlen den Kopf zur Kopfstand-Brücke gesenkt. Das auch 3-4 Mal. Das war auch sehr anstrengend, diese lange Phase von Urdva Danurasana und Kopfstand-Brücke. In Rückenlage Supta Padangustansana, nicht lange, dann Knie zur Brust, die Sitzknochen hoch und die Lendenwirbelsäule lang machen und wieder senken. Das war wieder schön, was dann kam, um den unteren Rücken wieder gnädig zu stimmen. Und jetzt nach diesem Rückbeugeprogram haben wir wieder Kopfstand geübt und dann Handstand. In Virasana sitzen und drehen. Halasana passiv überm Stuhl, Schulterstand. Dann Savasana mit den Unterschenkeln auf dem Stuhl. Also alles darauf gerichtet, den unteren Rücken wieder zu beruhigen. Das war es.

Margarete: „Was hast du? Was hast du? Constance hat was.... "

Constance: „Stance!"

Margarete: „Was ist das?

Constance: „Nane"

Margarete: „Constance - hat - eine - - -

Constance: „ ... "

Margarete: „Constance hat nun mindestens 5 Bananen gegessen."

Constance: „gessen Nane "

Michael: „Was hast du gesagt?" Ich schalte das Gerät ein.

Margarete

Hmmm - Der Michael, der nervt mich die g a n z e Zeit mit seinem Diktiergerät. - Also, das Thema war, ob ich noch über die geplanten 4 Wochen hinaus bleiben soll oder nicht länger bleiben soll. Ich habe gesagt, es ist eine Möglichkeit, z.B. ein halbes Jahr hier zu bleiben, um möglichst viel in möglichst kurzer Zeit hier mitzukriegen. Die andere Möglichkeit ist, immer wieder - bis man auch die Schnauze voll hat - immer wieder für 4 Wochen hierher zu kommen. Und ich bin eher dafür, immer wieder für nicht so wahnsinng lange Zeit zu kommen, weil ich selber Entwicklungen mache, und werde in einem ode zwei Jahren Sachen besser verstehen, die ich jetzt eben nicht verstehe. Darum ist es eher richtig für meine Konstitution lieber öfters zu kommen und nicht zu lange bei diesen Indern zu bleiben. (Lacht).

Michael

Zu deiner Frage, ob ich was lerne, oder ob ich einfach die Stunden annehme und nichts Neues lerne? (Es ist immerhin mein zehnter Besuch).

Es ist mir heute durch den Kopf gegangen, daß ich in den Stunden hier gefordert werde, wie sonst nirgends auf der Welt. Heute zum Beispiel. Da war ich ein wenig schlecht drauf, kein Tee in der Früh. Es war anstrengend. Aber so einen Unterricht in Deutschland, in der Wildnis, bekomme ich nicht. Es wird viel bestätigt, von dem, was ich schon weiß. Dazu kommen Prashants Ideen, die sind nicht schlecht. Gerade seine Theorie des Übens von heute: (Orientation, Action, Coordination, Interaction, Unification), mit so etwas kann ich viel anfangen. Ich habe mir vorgenommen, im Großen und Ganzen die Reise zu Erholungszwecken zu benutzen, sie aber auch einmal relativ penibel für die Ewigkeit zu dokumentieren und auch publizistisch zu verwerten.

Wenn ich das Studio in München betrachte, denke ich, daß wir beide das langfristig zusammen machen werden. Auch zusammen ausbilden werden, und daß es unerläßlich ist, daß du das hier in Pune auch mindestens abhackst, sozusagen, wenn es nicht eine noch größere Bedeutung für dich bekommen sollte. Die Palette in Pune sollst du erleben. Die Intensives gibt es nun in der Form nicht mehr, aber das Geburtstagsfest vom letzten Jahr kann als Ersatz dafür gelten. Das General Class Üben und vor allem wie die Gita unterrichtet, ist wichtig zu erleben. Sie ist die treibende Kraft, was Ausbildung angeht. Einfach ein paar Wochen das aufnehmen fürs Erste. Daß ich dich dabei begleiten kann, ist ein Glücksfall.

Margarete

Ich meine, mir würde es nicht schaden, ein paar Wochen länger zu bleiben. Aber ummm ... immer wieder ein Besuch, in kleineren Dosen, würde mir besser bekommen.

Montag, 18. Feb, 7:00 Prashant - Michael

Bevor ichs vergesse: Am Abend hat es sich so ergeben: Die Baustelle beim neuen Hochhaus nebenan war öfters eine Lärmquelle. Diesmal erwarteten sie offensichtlich eine Frischbetonlieferung. Es hammerten etwa 15 Leute 20 Minuten lang furios. Das Haus liegt hinterm Saal rechts. Der Verkehrslärm ist immer ziemlich heftig. Die Straße ist vorne raus. An diesem Abend kamen in der Dämmerung mehrere Tausend mittelgroße Vögel (so wie kleine Krähe) und verlustigten sich in den Bäumen links hinten vom Institut und krächzsten alle miteinander so laut sie konnten. Die 3 Lärmquellen zusammen mit unserer ernsthaften Bemühung, in diesen Momenten die Feinheiten von Pranayama zu ergründen, ergaben eine absurde Situation. Ich mußte sehr schmunzeln.

Adho Mukha Svanasana, Bharadvasasana und Handstand in 2 Gruppen abwechselnd. Dann in die Seile: Purvottanasana im Stehen, dann Rückbeuge kniend auf einem Kissen, Prashant machte die Runde. Jeder bekam seinen Fuß von Hinten ins Kreuzbein gedruckt. Dann im Stehen, Füße weg von der Wand, Prasant kam von vorne mit einem Seil um den Brustkorb und zog nach vorne, gleichzeitig drückte er mit seinem Kopf das Kinn nach hinten. Dann Viparita Dandanasna auf dem Stuhl. Währenddessen übte eine Gruppe von 6 Teilnehmer Viparita Chakrasana (Handstand in die Brücke) vom Boden auf das Podest. Beim ersten Mal hatte Prashant geholfen, jeden einzeln hinübergewuchtet. Dann gab es weitere Gruppen, die das selbstständig gemacht haben. Ich war darunter. Ungefähr 30mal gesprungen. Dann Danurasana und dabei nach vorn und nach hinten schaukeln. Genau zwischen den Ausschlagspunkten vorn und hinten liegt das eigentliche Danurasana. Abwechselnd Bhujangasana und Urdva Mukha Svanasana so lange, bis Prashant gekommen ist. Mit ihm als Hilfesteller sollte der Übende die Knie beugen. Er hat mit seinen Knien die Füße fixiert, mit seinen Händen das Kinn gepackt und Kopf und Füße zu Kapotasana zusammegeführt. Zwischendurch hatten wir aufzustehen und einige Male das Upright Arch, die stehende Rückbeuge zu üben. Danach haben wir einige Male Urdva Danurasana gemacht. Dann Adho Mukha Virasana. Vorwärtsbeugen kamen. Eine Gruppe hing im Seil in Sirsasana (etwa 12 Teilnehmer) während alle andere Janu Sirsasana 2mal übten. Wechseln, eine neue Gruppe in die Seile. Wechseln. Nun Supta Badha Konasana nach hinten überm Kissen mit gebundenen Augen. Dann haben Ladies Schulterstand auf einem Stuhl, Augen gebunden gemacht; Gents, Viparita Karani, ebenfalls mit gebundenen Augen. 10 Minuten, wescheln, dann wars vorbei.

Nun erzähle ich vom Pranayama letzten Donnerstagabend. Es war anfangs ziemlich gedrängt. Ich bin etwas spät gekommen und mußte unter Schimpf mithelfen, Bänke aus dem Saal zu räumen. Dann sind wir eine Viertelstunde gesessen. Die Anweisung: Wenn Gita sagt, wir sollten von unten nach oben atmen, meine sie, daß wir die Atmung wie einen Stift nehmen und eine Linie von unten nach oben im Rumpf zeichnen oder von Seite zu Seite, je nach dem. Also eine Linie mit der Atmung zeichnen. Dann haben wir uns auf das längsgelegte Kissen hingelegt und etwa 30 Minuten Savasana geübt. Wir sollten merken, wie das Bewußtsein zunächst schläfrig wird, aber dann, wie es aus dem Dahindämmern zurückkommt. Genau dieser Zustand ist das Interessante. Bei dem Vier-Wochen-Schema, in dem in der vierten Woche Pranayama in allen Kursen geübt wird, wird in der Stunde, die normalerweise immer Pranayama ist, eher Meditation "geübt", in diesem Fall Savasana. Es ist wesentlich, daß man Savasana intensiver übt, daß man sich die Zeit nimmt, und die Willenskraft, die man sonst bei der Asanapraxis bei anstrengenderen Haltungen einsetzt, hier verwendet, um tiefer zu entspannen, zu bleiben und diese Details zu erleben. Danach gab es das Videoprogramm, "Yoga and Props", 1996 aus Australien. Leider technisch etwas verschwommen und schwierig anzuschauen.

Freitag, 23. Feb 18:00 Gita - Margarete

Ich habe heute Morgen freies Üben genossen. Ich habe passiv geübt, weil ich kränklich bin. Das war aber sehr schön, zu erleben, wie sehr intensiv Rückbeugen um mich herum geübt wurden. Die langjährigen, treuen Assistenten, die man immer wieder hier antrifft - die ich auch vor 2 Jahren beim Geburtstagsfest gesehen habe - die haben sich alle zu zweit gegenseitig geholfen bei den Dropbacks und Hanumanasana und schwierigen Rückbeugen insgesamt.

Heuteabend war Gita zugegen. Wir haben sehr schön die erste halbe Stunde passiv geübt: Supta Badha Konasana, Virasana mit einigen Erklärungen, wie wir die Wirbelsäule ausrichten sollten, vor allem den Nacken unabhängig von der Ausatmung weiter nach oben verlängern, ihn nicht zum Bauchnabel sinken lassen bei der Ausatmung, da ist die Gefahr, daß der Brustkorb sinkt und daß der Kopf auch mitsinkt. Dann Kopfstand, 10 Minuten mit geschlossenen Augen. Schulterstand überm Stuhl, Aufmerksamkeit auf das Weiten des Brustkorbs und auf die Entspannung der Augen, hier auch Augen geschlossen. Den Geist still und stiller und stiller werden lassen. Anschließend Pranayama in Rückenlage auf dem großen Kissen, ziemlich lange. Sie hat großen Wert auf das oberflächliche Entspannen gelegt, immer wieder bestimmte Körperpartien angesprochen. Dann übten wir Viloma: Einatmen mit drei Pausen, es ging immer ruckzuck: EinatmenPauseEinatmenPauseEinatmenPause. Dann im Sitzen. Die Nase mit dem Finger verschlossen, die anderen Finger eingerollt. Sie hat den Rhythmus angegeben, beim Einatmen links zu und rechts einatmen, gebremst auch durch den Finger, dann beim Ausatmen loslassen den Finger. Das fand ich immer ganz schön, daß man die Handhaltung immer wieder auflösen durfte, weil mich das sehr anstrengt. (Hee jetzt kommt die Constance und küsst mich. Mmmm) Dann Savasana, ganz flach gelegen, das Kissen und was wir alles hatten auf die Oberschenkel. Das war zum Teil ganz lustig. Sie hat wieder viel zur Entspannung gesagt, was und wie entspannt werden sollte. Hauptaugenmerk auf die Körperrückseite bzw. auf die Pobacken, die abwärts zu den Fersen zeigen sollten; nichts Gestauchtes in der Taille dulden. Es war ganz schön mit dem schweren Kissen auf den Oberschenkeln, konnte man gut spüren und ganz gut entspannen. Immer im Becken mit der Aufmerksamkeit bleiben, nicht einmal hier einmal dort, sondern dableiben im Becken. Pratyahara ist es, was man übt, wenn man mit der Aufmerksamkeit im Körper bleibt. Daß es ein ständiger Wechsel ist zwischen Pratyahara und nicht Pratyahara, dann irgendwann zwischen Pratyahara und Dharana, und nicht Pratyahara und nicht Dharana. Dann später wechselt es zu Dharana und Dhyana. Gita hat dies damit verglichen, wie man einen Sender im Radio einstellt. Daß man sich Zeit nehmen muß, daß es einfach eine gewisse Zeit braucht, bis man wirklich klar und achtsam und wach an einer Stelle bleiben kann und bis das Bild klar wird und bleibt. Da mußte ich an den vorigen Abend denken und lachen. Wir haben über eine Stunde ein verschwommenes Video anschauen müssen, weil sie das offenbar nicht richtig einstellen konnten.

Samstag, 24. Feb 7:00 Uhr Prashant - Michael

Ich habe im freien Üben Virasana, Supta Virasana, Adho Mukha Svanasana 5 Minuten, Uttansana 5 Minuten, Sirsasana 10 Minuten, Sarvangasana 10 Minuten geübt. Das soll man sich merken: Badha Konasana mit Klötzen auf den Oberschenkeln. Mit den Elbogen die Oberschenkeln durch die Klötze hinunterdrucken und die Füße mit den Händen heben. Das öffnet die Hüften sehr sehr schön. Man kann die Obeschenkel auch mit den Klötzen am Sich-Ausdrehen unterstutzen. Danach ging Padmasana sehr leicht.

Nach den Prayers ging es mit Handstand und Hund los, während die eine Gruppe Decke, Kissen und Gurt holte. Supta Badha Konasana, Gurt um die Füße und das Becken, Rumpf auf dem längsgelegten Kissen. Atmen. Einatmen abwechselnd in drei Bereichen: Kopf-Hals, Brustkorb und Bauch. Ausatmen im Brustkorb. Nach dem Ausatmen den Bauch einziehen, und noch mehr einziehen, und einziehen einziehen einziehen, bis nichts mehr geht. Dann einatmen so tief man kann, ohne den Bauch wieder rauszulassen. Das waren "Übungen". Es übte eine Gruppe, so viele, wie in den Seilen paßten, den hängenden Kopfstand. Die anderen übten die Atmung wie oben. Dann Wechsel, Supta Badha Konasana mit dem Kissen quer, eine neue Gruppe in die Seile und so weiter. Die Atmung wurde differenzierter. Mit den Beinen gestreckt und aneinander gebunden in 6 Modalitäten atmen: im Kopf, Brustkorb und Becken, schichtweise jeweils waagerecht und senkrecht. Das heißt, zuerst im Kopf von oben nach unten - Stirn zur Kinn - ausatmen. Dann im Kopf von Nasenspitze zum Hinterkopf. Entsprechend im Brustkorb und im Becken. Die Rede war von übereinandergeschichteten bzw. nebeneinandergelegten "slabs" (Platten), die man sich vorstellen sollte. Es ging weiter mit der Ausatmung vom Schlüßelbein zu den fliegenden Rippen, dann vom Brustbein zur Wirbelsäule. Schließlich im Becken: vom Zwerchfell zum Schambein und dann vom Bauchnabel zum Rücken. Das waren die ersten 6.

Nun änderten wir die Beinhaltung in Sukhasana im Liegen. Der Unterschied: Beckenwand geschlossen und Beckenwand offen. Das gleiche Schema kam wieder, wir beobachteten die unterschiedlichen Empfindungen.

Dann Schulterstand überm Stuhl und anschließend Savasana mit Stuhl: liegen, Kopf erhöht und Unterschenkel auf dem Sitz. Hier kam das obige Atemschema nochmals zum Zuge, noch diffiziler: Statt das Ausatmen als gleichförmige sich bewegende Platte sich vorzustellen, waren es nun Dreiecksformen oder Trichter: Von der Nasenspitze zum seitlichen Hinterkopf, vom Hinterkopf zum seitlichen Vorderkopf. Entsprechend vom Scheitelpunkt bis zum äußeren Kiefer und vom Kehlkopf bis zum seitlichen Schädel oben. Entsprechend im Brustkorb und auch im Bauchraum. Prashant meinte, bevor wir uns in Savasana entspannen durften, würde er dafür sorgen, daß sich bei uns alles im Kopf dreht. Hat auch gestimmt. Insgesamt war das eine recht schwierige aber doch nachvollziehbare Arbeit. Zwischendurch hat Prashant erwähnt, daß nach dem ayurvedischen System Gesundheit in Harmonie zwischen den Tridosas besteht. Die häufigste Störungsursache findet man im Verdauungssystem. Deswegen müssen wir ständig den Bauch einziehen, uns immer wieder dem widmen.

Samstag 24. Feb 9:00 Gita - Margarete

Wir haben wieder Pranayama geübt, fast genau das gleiche Programm wie gestern Abend, was für mich von Vorteil war. Ich konnte doch wieder einiges mehr umsetzen oder verstehen, was ich gestern nicht verstehen konnte. Oder es ist manchmal einfach zuviel. Gita redet an einem Stück und ich kann manchmal nicht zuhöhren. Heute konnte ich dann ein paar anderen Sachen hören. De Höhepunkt war im Sitzen auf dem Kissen, Chandra Bedha und Surya Bedha Pranayama, ziemlich ausführlich und länger als gestern. Sie hat heute den Kopfstand wegelassen, hat Zeit gespart. Das hat mir auch ziemlich gut gepaßt heute, ich konnte gut atmen. Der Höhepunkt war bei einer Pause, als wir die Augen öffnen sollten. Da saß plötzlich vorne auf dem Podest neben der Gita Guruji. (Das einzige Mal in den vier Wochen.) Er hat sich da eingemischt und sah total schön aus. Er hatte 5 Ringe an der Hand und erklärte kurz, was es mit den Händen und Fingern auf sich hat, wie die Hand zu halten ist und was jeder einzelner Finger für eine Bedeutung hat. Soweit ichs verstanden habe, ist der Ringfinger eigentliche nutzlos. Den braucht man eigentlich zu nichts. Aber in Pranayama hat er doch eine große Wichtigkeit. Er erzählte von einem Flugzeug, das startet und laaaangsam abhebt. Dann laaaandet man wieder und das passiert alles im schönen Fluß natürlich, sonst stürzt das Flugzeug ab. Jeder Atemzug besteht aus einem Start und einer Landung. Er hat beim erzählen unwahrscheinlich gestrahlt, es hat ihm gut gefallen.

Gita hat einmal bei der Feinabstimmung in Virasana das Thema Masken angesprochen. Wir sollten nach innen spüren. Sie hat geschimpft, wir sollen nicht sie anschauen, sondern spüren, was unsere Gefühle wirklich sind, unsere Gedanken, unseren Kern wahrnehmen. Dabei gelten die freundlichen Masken nach außen nichts mehr.

Außerdem waren wir heute abend in der MG road, es ist jedes Mal ein Abenteuer, daß man das übersteht. Wahnsinnig viel Verkehr, viele Leute, ein Gewusel, ein Krach und ein Gestank vor allem, ein Dreck. Aber wahnsinnig viele Läden und schöne Sachen. Also einkaufen könnte man noch und nöcher, wenn man möchte. Wir haben in dem Laden, wie hieß er Michael? ... Needlewoman, Needlewoman - nay Woman’s Needle .. Woman’s Needle, so war es - Needlewoman? - Also ich meine es heißt Woman’s Needle aber Michael sagt Needlewoman, die Nadelfrau. Da haben wir so Yogahöschen bestellt - 60 Stück gell, oder 100? 60. Und auch für die Constance ein paar Kleider und T-Shirts. Sie hat sich kurz wahnsinnig aufgeregt, weil sie die Sachen nicht gleich haben konnte. Aber dann war sie g a n z lieb.

Montag 26. Feb, Prashant, Pranayama - Michael

Herren Handstand, Damen bringen Kissen, Decke und Gurt. Wechseln. Supta Virasana, Gurt um die Oberschenkel. Im Kopf, Gehirn und Gesicht ausatmen, den Unterleib einsaugen einsaugen einsaugen, immer wieder immer mehr. Mit dem Bauch so weit wie möglich eingesogen, einatmen. Das war eine "Übung". Das Gleiche in Supta Badha Konasana, ein klein bißchen auf dem quergelegten Kissen sitzen und dann hinunterrutschen. Anschließend die ersten 2 Reihen der Teilnehmer Uttanasana, die anderen räumen weg und üben Sirsasana im Seil. Wechseln. Schließlich alle im Viparita Dandasana überm Stuhl. Dann Sarvangasana als Ruhehaltung. Alles wegbringen, mit großem Kissen und Decke Viloma Pranayama im Liegen, wieder mit den aufgerichteten und umgekehrten Dreiecksformen. Einatmen von der Wirbelsäule nach außen und oben bis zur Seite der Brust. Nach der Pause weiter einatmen von der Seite der Brust bis zum Brustbein. Wieder und wieder. Dreiecke aufeinandergestapelt. 30 Minuten. Im Sitzen das Gleiche aber kurz. Wieder im Liegen das Gleiche aber verkehrt angefangen: von den Seiten des Rückens auf eine Linie mitten im Rumpf hin einatmen; nach der Pause weiter einatmen von der Mitte des Rumpfes nach oben und außen zum vorderen Bereich des seitlichen Rumpfes. So kann man die pranische "Bahnen" methodisch kennenlernen und aktivieren.

Jetzt ist es Montagabend. Margarete übt. Constance und ich waren auf Einkaufstour, haben eine Tasche für die Rückreise gekauft und sind nun zurück ins Hotel gekommen. Ich habe am Nachmittag Rückbeugen geübt, Sprünge, Viparita Chakrasana: Handstand, Brücke und zurück. Supta Padangustasana und ein paar Lotussitze. Vorher habe ich mit Faeq das Übungsprogramm für meine Kollegin B. besprochen, der es momentan nicht gut geht. Ich habe nachher mit Guruji gesprochen. (z.T. im Heft 5 wiedergegeben.) Er war insgesamt recht lustig und engagiert drauf und erzählte diverse Witze über die politischen Probleme. Er hofft, daß er nicht selber verrückt wird, wenn ja, dann hört er auf zu reden. Die Hatha-Yoga-Pradipika wurde vor tausend Jahren geschrieben und erst jetzt sein Licht auf Yoga. Man kann sich auf ein langes Warten einstellen, bis so was Gescheites wieder erscheint.

Der letzte Dienstagabend, 27. Feb 18:00 Prashant - Michael

Wir mußten lange auf die Patienten der Medical Class warten. 5 nach 6 kam Prashant. Gita lag hinten in Viparita Kirani. Uttanasana. Die Frauen haben eine Decke geholt während die Männer Adho Muhka Svanasna übten. Gewechselt. Dann Drehsitze: Marichyasana III, Ardha Matsyendrasana, Pasasana, Arda Badha Padma Paschimottanasana, keine besondere Schwerpunkte, zum Warm-Üben. Sirsasana. Dann Sirsasana II, dabei die Schulterblätter und Oberarme tief hineinsaugen und aktivieren und vergleichen ihre jeweiligen Qualität in den beiden Haltungen. Dann ging es los mit Bhuja Pidasana. Es sollte der Oberschenkel bis zur Schulter hochkommen, bis in den Achsel hoch. Das ist mir gut gelungen, weil ich genau richtig geschwitzt habe. Es hat richtig gut geklebt. Andererseits war das sehr unangenehm, weil es so knallig eng war. Ich war sehr hoch in der Haltung. Einige Male. Noch unangenehmer war Astavakrasana. Ich habe das noch nie so geübt. Überhaupt sah ich die Haltung heute das erste Mal in Pune. Und zwar so ähnlich wie Bhuja Pidasana: ganz hoch, nur die eine Seite raus und dann überkreuzen und immer noch hoch. Es ergibt eine sehr kompakte Haltung, ziemlich anstrengend. Dann übten wir Bakasana. Iyengar-Yoga-Lehrer unterrichten 50 Jahre lang und betonen immer, den Brustkorb öffnen! In diesen Haltungen hat man jedoch den Brunskorb zu schließen. Wir übten Bakasana vom Kopfstand aus, soweit das bei den einzelnen Teilnehmern ging. Es war aber nicht so ernst gemeint, denn da haben wir mit der Serie aufgehört. Dann Uttanasana lange. (Vorher kam Uttanasana auch immer zwischen den Bakasanas und Balancings.) Janu Sirsasana 2mal. Ungefähr 100.000 Mal hat Prashant gesagt "Abdomen flat!" (Bauch flach!) Jeder Impuls, jedes Gefühl, jede Regung von Körper, Geist oder Seele sollte von „Abdomen flat!" begleitet werden. Auch wenn man den Bauch flach macht, muß man "Abdomen flat!" dazu machen. TMP, ABPP (also: Triangmukaikapada Paschimottanasana, Adrha Badha Padma Paschimottanasana) Paschimottanasana, ziemlich lang gehalten. Mir hat mein Knie an einer Stelle gezwickt. Das hat mich geärgert. Dann Bharadvajasana auf einem Stuhl, zuerst nichts machen, dann tief einatmen, komplett ausatmen. Den Bauch reinbringen und am Ende des Reinsaugens beginnen zu drehen. So weit drehen, wie man kann. Am Ende des Drehens wieder anfangen zu atmen, aber ohne den Bauch wieder rauszulassen. Immer tiefer atmen. Wenn es nicht mehr weiter geht, auflösen. 3mal. Mit gebundenen Augen Schulterstand überm Stuhl. Einen Gurt um die Stuhllehne straff gezogen, um die Füße in Badha Konasana zu halten. Das funktioniert gut. Die Beine abwechselnd, wie man möchte: gebeugt, gestreckt auf der Stuhllehne, Senkrecht ... Die Arme 8 Minuten nach hinten (unterm Stuhl), dann 5 Mintuen nach vorne. Nachher kurz gesessen mit Stirn auf dem Sitz. Ende.

Anmerkung vom freien Üben heute früh: Eine der Assistentinnen hatte ihren Schulterstand nah an der Gitterwand aufgebaut, Rücken von der Wand abgewandt. Dabei die mittleren Schulterblätter mit einem Gurt mit der Wand verbunden und so gehalten.

Nebenbei: Heute war die Suppe ein bißchen süß und eine Kakerlake im Yogurt drin.

Constance: "Ess. Wm. Ess."

Michael: "Was?"

Constance: "Ess. Joti. Enne Joti."

Michael: "Joti ?"

Margarete: "Ich glaub, sie hat Hunger."

Michael : "Hey"

Constance: "Ess."

Montag, 26. Feb, 18:00 Gita - Margarete

Gestern war ich zum letzten Mal im Unterricht, weil ich heute geschwänzt habe. Das Programm war weitgehend das Gleiche wie Samstag und Freitag auch. Sutpa Badha Konasana, Virasana, wieder Sutpa Badha Konasana. Dann liegendes Pranayama, und zwar Viloma. Sie macht sehr kurze Abstände bei den Pausen, ein Drittel so lang, wie das üblicherweise der Michael sonst macht, was mir sehr paßt. Es fällt mir viel leichter, sowohl kurz einzuatmen wie auch die Pause relativ kurz zu halten und eben 3 oder 4 Mal Pause aber mit kurzerem Rhythmus. Es war sehr gut. Dann Schulterstand überm Stuhl. Dann sitzen und Atmen mit Nasenöffnung unterschiedlich auf und zu. Schließlich haben wir eigenständig atmen dürfen, 6 Atemzüge lang und dann durften wir die Hand ständig an der Nase haben. Einatmen rechts und dann rechts zuhalten, links ausatmen. Einatmen links und dann links zuhalten und rechts ausatmen. Also ohne die Unterbrechungen, die man hat, wenn man die Hand weglegt. Das war ingesamt OK und schön. War aber - für mich - so - ein bißchen - uh - ja - ich habs eher so beobachtet. Es war das dritte Mal das gleiche Programm und ich habe einen recht schlechten Platz erwischt, weil ich etwas spät gekommen bin, weil ich zu lang mit dem Michael geplaudert habe, weil er ein Gespräch hatte mit Guruji und noch ein bißchen erzählt hat. Ich bin Punkt 6 gekommen und die Gita saß schon vorne, und ich war recht nah an der Eingangstür und an der offenen Treppe zum oberen Saal. Da hat man den Nachteil, daß man alles hört, was oben läuft, da ist ja auch Unterricht und der Lehrer hat ständig geredet oben, ständig seine Anweisungen. Und dann hat man die Störung, daß nach einer Stunde die Leute vom oberen Saal direkt neben einem kommen und gehen. Und dann zusätzlich dieser behinderte junge Mann, der immer da ist, der ständig singt. Der hat zwar sehr leise gesungen, aber er hat am Pferd geübt und direkt neben mir und ständig gesungen. Und die Gita hat ohne Pause gereeedet und geredet und geredet, wie das meistens ist in Pranayamaunterricht und so fand ich das ziemlich - komisch. Also vom Übungserlebnis war es recht seltsam. Es war ein Stimmengewirr, von oben, von Gita und dieses Singen, und alles ungefähr gleich laut für mich wahrnehmbar. Nicht ganz ideal, um zu sich zu kehren und in die Stille zu kommen. Diese Turbulenz, verursacht durch das Wegbringen der dicken Matten und das Holen der Stühle, die dann auch nicht reichen für alle, was heißt ca. 10 Stühle müssen aus dem oberen Stockwerk geholt werden und umständlich über das hohe Treppengeländer gehievt werden und nach Gebrauch auch gleich wieder dorthin zurück verfrachtet werden. Das Ganze dauert lange und ist von der Stimmung her hektisch, zum einen, weil alles schnell gehen soll, zum andern weil man berechtigt Sorge hat, daß der eigene Platz durch jemand anderen eingenommen wurde ("there’s no reservation...") und dann die Suche nach einem geeigneten Platz beginnt. So man dann fündig wurde, ist natürlich kein Kissen mehr da, das man jetzt bräuchte... Diesem Chaos kann man nur entgehen, wenn man sich mit einer zweiten Person zusammenschließt, die auf die Hilfsmittel aufpasst, während die andere Person das Wegbringen und Holen der Stühle etc. übernimmt. Nun hatte ich in dieser Stunde keine zweite Person und so hat sich ein junger Inder, der zu spät gekommen war, nicht nur meiner zwei Decken bedient, sonder wollte auch meine Matte nebst Gurt und allem anderen an sich nehmen ... inzwischen waren ca. fünf Leute vom Podest auf Platzsuche, weil man nicht die Stühle mit aufs Podest nehmen darf, so wurde es immer enger und enger... Kein Quadratzentimeter war mehr zu viel. Dieses Gedrängel und Geräume und Gesuche während des Pranayama-Unterrichts verlangt schon viel Gelassenheit. Man muß sehr viel ignorieren können an Störungen, denn dann soll man ja wieder ganz bei sich sein und dem Atem folgen, ganz sensibel feinste Regungen und Bewegungen wahrnehmen. Eigentlich ein Unding, so einen Pranayama-Unterricht abzuhalten. Ich hab versucht, alles nicht ganz ernst zu nehmen, habe mich mehr als Beobachter gefühlt und hauptsächlich still in mich hineingeschmunzelt und schließlich im liegenden Teil des Pranayama-Unterrichts ein wenig gedöst, die Geräuschkulisse um mich herum eher als gemütlich eingestuft: Gita redet vom Podest herunter ohne Pause, aus dem ersten Stock kommen die Anweisungen für die Anfänger ohne Pause und der Verwirrte neben mir am Pferd singt dauernd hhhmmm, hhhmmmmm, hhhmmmmm. (Constance lacht, als ich das Singen imitiere.) Dies war meine letzte Unterrichtseinheit im Institut, turbulent, chaotisch bis irgendwie auch normal halt, wie immer, nur im Pranayma-Unterricht fällt es eben mehr auf, daß der Raum mehr als überfüllt ist, daß die Hilfsmittel äußerst umständlich durch diese enge Tür zu erreichen sind, diese indische Sitte, daß man Hilfsmittel und Matten einfach benutzt, wenn gerade niemand drauf sitzt (there’s no reservation), wodurch dann dieses Herumirren und Herumsuchen der Vertriebenen beginnt und schließlich bleibt doch irgendwo ein Platz leer, weil ihn der Suchende nicht gesehen hat und sich neu eingerichtet hat (mit lauter anderweitig entwendeten Hilfsmitteln) und dann schimpft Gita, weil da ein leerer Platz ist ... ziemlich indisch halt ...

Das freie Üben dagegen hat mir heute besonders gut gefallen. Das ist sehr schön anzusehen, wie die Assistenten es verstehen, miteinander und nebeneinander zu üben. Irgendwie übt jeder für sich und ist doch offen für die anderen, gibt eine Hilfestellung hier oder da, jeder inspriert jeden und alle üben irgendwo um dasselbe Thema herum und doch ist jeder individuell an einer anderen Stelle der Haltung beschäftigt, man berät leise hie und da. Einer übte Ustrasana mit dem Gesicht zur Wand, eine zweite Person klemmt ihm ein schräges Brett zwischen die Schulterblätter, das sah so gut aus, will ich unbedingt versuchen ... Die Helferin hat dann das Kinn des Übenden zurückgezogen (wie bei Prashant, wo er mir den Nacken gestaucht hat), allerdings dürfte das mit der Stütze zwischen den Schulterblättern weniger gefährlich sein (Prashant hatte in Ustrasana den Fuß ins Kreuzbein gepresst und dann das Kinn zurückgerückt). Das soll der Michael dann bei mir gerade richtig machen ... Überhaupt habe ich das doch vermisst, daß wir, Michael und ich, auch mal zusammen üben. Es hätte dann eben einen Babysitter gebraucht, was sicher auch zu organisieren möglich gewesen wäre, allein wir waren zu träge und so kann ich auch nicht wirklich meckern...Das gemeinesame Üben ist auch zuhause noch kein Bestandteil unseres Alltags, ein paar Anläufe gibt es schon ... sind aber im allgemeinen Geschehen wieder versandet .... Das hat mich schon beeindruckt, daß Gita und Guruji regelmäßig beim freien Üben gemeinsam anzutreffen waren. Das läuft so bei uns im Studio nicht ... noch nicht.